Was bringt eine elektrische Zahnbürste?

Dr. med. dent. Horst Luckey

Dr. med. dent. Horst Luckey

Ehrenpräsident des Berufsverbandes Deutscher Oralchirurgen - BDO - e.V.

Themen heute:

Was ist die bessere Zahnpflege? Konventionell von Hand oder mit einer Elektrobürste?



Hand aufs Herz. Wie oft putzen Sie sich die Zähne? Studien zufolge putzen wir Deutschen uns erschreckend wenig die Zähne und dann auch noch schlecht. Ich wollte mal wissen, inwieweit da eine elektrische Zahnbürste hilfreich ist oder ob die sogar eher schadet. Dr. med. dent. Horst Luckey, Ehrenpräsident des Berufsverbandes Deutscher Oralchirurgen - BDO - e.V. bringt es auf den Punkt!

Hier können Sie den Radiobeitrag hören.

Dr. med. dent. Horst Luckey

Diese Art der Mundpflege hat sich ja in den letzten Jahren wahnsinnig entwickelt, es gibt elektrische Zahnbürsten mit einem Ultraschallsensor, die also mit Ultraschalltechnik arbeiten und die im Grunde wesentlich effektiver sind als jede Handzahnbürste.


Bekanntlich geht probieren über studieren und so habe ich mir eine solche Bürste zu Testzwecken besorgt. Was gar nicht so einfach war, denn das Angebot ist fast unüberschaubar und die Preise liegen auch sehr weit auseinander. Die Wahl fiel schließlich auf die Oral-B Triumph 5000 mit SmartGuide, wobei der SmartGuide zwar nicht entscheidend war, aber dennoch eine Rolle spielte. Ein separates Display, der Quadrantentimer, erinnert alle 30 Sekunden an den Wechsel zum nächsten Abschnitt und stellt die Pflege Viertel für Viertel grafisch dar. Unterstützt wird die Aufforderung zum Wechsel durch ein akustisches Signal im Handstück. Besonders Kinder mögen das.

Für Kinder ist das mit Sicherheit eine Bereicherung! Erwachsener? Kann! Braucht er aber nicht, ist im Prinzip eine bessere Sanduhr! Und wenn man jetzt mit einer Sache anfängt ohne Timer hat man natürlich kein Zeitgefühl, diese Pflege einzuhalten also bei einem voll bezahnten Gebiß. Und diese Hilfsmittel sind mit Sicherheit in der Anfangsphase durchaus zu empfehlen! Ein Zeitgefühl zu entwickeln und, was ganz wichtig ist und da hilft natürlich eine elektrische Bürste durchaus ist die Systematik, dass Sie eben die verschiedenen Flächen der Zähne angehen.

Was auch für eine elektrische Bürste spricht ist auch wenn man es nicht erwartet, die geringere Verletzungsgefahr. Denn leider meinen viele, nur durch festes aufdrücken ließen sich die Beläge wirkungsvoll beseitigen. Das ist absolut falsch. Im Gegenteil: Man kann Zähnen und Zahnfleisch dadurch mehr schaden als nutzen. Arbeitet der Nutzer einer Triumph 5000 mit SmartGuide beim Putzen mit zu viel Druck, wird er durch ein deutlich sichtbares rotes Leuchtsignal am Handstück und den "traurigen Smiley" im SmartGuide gewarnt. Die Zahnbürste stoppt zudem automatisch die Pulsationen des Bürstenkopfes und schaltet selbständig zurück in die schonende "Sensitiv"-Reinigungsstufe.


Das komplette Interviews mit Dr. med. dent. Horst Luckey können Sie ebenfalls hören:

Zum Interview mit Dr. med. dent. Horst Luckey

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