Rehabilitationsmaßnahmen und Anschlussheilbehandlungen Teil 1

Das geht Ihnen sicherlich auch so. Man unterhält sich über den einen oder anderen Bekannten und dass man den seit Wochen nicht gesehen hat und prompt kommt der berühmte Satz: „Aber der ist doch gerade in Reha!“ Wenn allerdings von Reha die Rede ist, dann können durchaus völlig unterschiedliche Dinge gemeint sein, wie Dr. med. Krzysztof Domogalla, einer der Chefärzte der Elfenmaar-Klinik in Bad Bertrich erläutert

Hier können Sie den Beitrag hören.

Dr. med. Krzysztof Domogalla.

Unsere Klinik ist eine so genannte „gemischte Krankenanstalt“. Das heißt eigentlich, dass man bei uns ganz normale Rehabilitationsmaßnahmen durchführt, das bedeutet, auch Präventionsmaßnahmen, oder eben Maßnahmen, die in der Regel von der Rentenversicherung oder auch von der Krankenkasse veranlasst werden, um Menschen bei Schädigungen, langfristigen Problemen, einfach zu helfen!

Was man auch nicht verwechseln sollte sind Rehabilitationsmaßnahmen und die so genannte Anschlussheilbehandlung.

Dr. med. Krzysztof Domogalla.

Parallel laufen eigentlich zwei Möglichkeiten der Therapie. Das ein ist eben diese Rehabilitationsmaßnahme, das andere heißt dann Anschlussheilbehandlung und das sind Maßnahmen, die direkt im Anschluss an eine akute Krankenhausbehandlung durchgeführt werden und natürlich – wenn man sich das im Detail anschaut – sieht man doch viele ähnliche Therapiemethoden, aber die Grundvoraussetzungen, aber auch die Verläufe, sind dann definitiv anders.

Solche Behandlungen haben auch nichts mit den früheren Kurmaßnahmen zu tun, bei denen es ja häufig den spaßigen gemeinten Satz: „Morgens Fango, abends Tango“ zu hören gab, der angeblich sogar eine gewisse Berechtigung hatte.

Insbesondere bei Anschlussheilbehandlungen ist der Schwerpunkt definitiv medizinisch. Alleine schon die Zugangsvoraussetzungen für so eine Maßnahme beinhaltet eine kürzlich durchgeführte akute Therapie, in der Regel eine Operation – nicht nur, aber das ist tatsächlich die häufigste Geschichte, wo der Patient operiert – zum Beispiel im Bereich der Endoprothetik oder auch der Großteil der Wirbelsäulenoperationen oder Verläufe, wo auch eine intensive Nachbehandlung notwendig ist und das ist tatsächlich so – wenn ein Patient in diesem Rahmen zu uns kommt, ist es definitiv eine medizinische Behandlung, die hier im Vordergrund steht, also über „Tango oder Fango“ kann man in diesem Fall nicht sprechen.

Wir haben uns entschlossen, den Gesamtkomplex der Rehabilitationsmaßnahmen und Anschlussheilbehandlungen einmal näher zu beleuchten. Deshalb werden wir in den nächsten Wochen noch einige zusätzliche Beiträge zu diesem Thema ausstrahlen.

Diesen Beitrag können Sie nachhören oder downloaden unter:
https://www.was-audio.de/aanews/G_News20150806_kvp.mp3

Ein junger, dynamischer Patient, der glücklicherweise eine kleinere Bandscheibenoperation hinter sich hat mit vielleicht einer kleinen Restlähmungserscheinung kann sehr intensiv behandelt werden, er darf sich auch in der Regel gut belasten. Wenn jemand beispielsweise in einem Alter von 70 oder 80 Jahren dann eine Hüftprothese bekommt oder womöglich eine größere Wirbelsäulenoperation hinter sich hat, dann muss man selbstverständlich die Therapien ganz anders konstruieren und manche Menschen schaffen eben nur einzelne Therapien ab Tag und trotzdem führt das für diese Menschen zum Erfolg!

Und ob der Patient danach dann Tango oder Walzer tanzt, spielt eigentlich keine Rolle!

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https://www.was-audio.de/aanews/G_News20150820_kvp.mp3

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